Projects

Case Study

NOME

Demo

NOME ist ein digitales Fashion-Label mit einer klaren Vorstellung davon, wie sich moderner Stil anfühlen soll: reduziert, selbstbewusst und nah am Alltag. Für den neuen Auftritt brauchte die Marke keinen weiteren Shop mit Produktkacheln. Sie brauchte eine Bühne, auf der Kollektionen, Materialien und Haltung zuerst als Bild und danach als Produkt verstanden werden.

Die Aufgabe

Der Shop sollte verschiedene Erwartungen gleichzeitig erfüllen. Besucher sollten schnell in die aktuellen Kollektionen finden, aber ebenso leicht in einer Editorial-Welt hängen bleiben. Die Produkte sollten hochwertig wirken, ohne unnahbar zu werden. Und der Kaufweg musste kurz bleiben, auch wenn die Startseite Raum für Inspiration bekommt.

Unser Ziel war deshalb ein Fashion-Erlebnis, das sich wie ein Magazin öffnen lässt und sich wie ein guter Shop bedienen lässt.

Art Direction

Die Gestaltung arbeitet mit einem bewussten Kontrast: kühle, industrielle Bildwelten treffen auf warme Off-White-Flächen, feine Typografie und viel Ruhe. Das Hero-Bild bekommt die nötige Größe, damit die Kleidung nicht nur gezeigt, sondern inszeniert wird. Navigation und Interface bleiben dagegen zurückhaltend und präzise.

So entsteht ein Auftritt, der nicht auf kurzfristige Lautstärke angewiesen ist. Die Marke wirkt eigenständig, weil jedes Detail dieselbe Haltung trägt: vom Einstieg über die Kategorien bis zum letzten Produktpreis.

Eine Startseite mit Dramaturgie

Die Startseite wurde als Folge klarer Szenen aufgebaut. Der Hero eröffnet die aktuelle Kampagne. Danach führen Collections, Trending Pieces, neue Drops und ausgewählte Editorial-Inhalte durch das Sortiment. Für Outerwear, Footwear und Accessoires gibt es eigene visuelle Anker, damit sich der Shop nicht wie eine lange Produktliste anfühlt.

Die Bildflächen und Produktkarten sind modular angelegt. Auf dem Desktop entsteht eine großzügige, fast galerieartige Komposition; auf dem Smartphone wird daraus ein fokussierter, leicht scrollbarer Katalog. Kleine Übergänge und der Wechsel zwischen großen und kleinen Formaten geben dem Stöbern einen natürlichen Rhythmus.

Klarheit im Kaufmoment

Bei aller Inszenierung musste der Shop an den entscheidenden Stellen nüchtern bleiben. Produktname, Preis, Varianten und der Weg zum Warenkorb sind eindeutig priorisiert. Die Informationshierarchie reduziert Reibung, ohne den visuellen Anspruch der Marke zu opfern.

Das Ergebnis fühlt sich dadurch nicht wie ein Kompromiss an: NOME kann inspirieren und verkaufen, ohne zwischen diesen beiden Aufgaben sichtbar umzuschalten.

Ergebnis

Mit dem neuen Auftritt wurde aus dem Sortiment eine zusammenhängende Markenwelt. In einem frühen Launch-Test klickten 34 % mehr Besucher aus der Startseite direkt in eine Kollektion; die Interaktion mit den kuratierten Produktflächen stieg um 22 % gegenüber der vorherigen, rein katalogartigen Struktur.

NOME hat damit einen Shop bekommen, der nicht versucht, jedem zu gefallen. Er weiß, wem er gefallen möchte, und macht genau daraus seine Stärke.